Angefangen hat alles vor mehr als 90 Jahren im Lastruper Ortsteil Schnelten. Es war an einem Sonntagabend, Anfang Oktober 1923. An diesem Abend wurde zu einer Zusammenkunft zwecks Gründung eines Musikvereines eingeladen. Eingeladen wurden Musikliebhaber, meist Landwirte oder Handwerker, und deren Nachbarn und Freunde, allesamt aus der Bauernschaft Schnelten, die gewillt waren in diesem Verein aktiv mitzuwirken. Die auf dieser Gründungsverssammlung Erschienenen waren Josef und Heinrich Lampe, Hans und Clemens Albers, Heinrich Flerlage, Bernhard Klüsener, Wenzel Wolken, Ignatz Rohe, Franz Osterkamp und Heinrich Rolfes. In dieser Gründungsstunde waren zwar nur 10 Mann zugegen um eine Besetzung aufzustellen, doch man war der Meinung, dass weitere Mitglieder folgen würden.

In genau diesem Jahr (1923) trieben die Reparationen und die Ruhrbesetzung die Inflation in der Weimarer Republik auf den Höhepunkt. Es sollte für die Schnelter nicht einfach sein, die notwendigen Instrumente für die Gründung eines Musikvereines aufzutreiben. Einige Instrumente waren vorhanden, wie Trompeten und Tenorhorn, wenn auch etwas verbeult. Weitere Instrumente musste jeder selbst besorgen. Nur ein Bass, ein Schlagzeug und eine kleine Trommel waren Vereinseigentum. Und genau diese Instrumente bereiteten den ersten Musikern des MVS viel Kopfzerbrechen.

Der Musikverein Schnelten nahm Kontakt mit der Musikalienhandlung der Firma Sprenger in Oldenburg auf. Sprenger erklärte sofort, dass der Kauf nur in Naturalien abgewickelt werden kann. Betont wurde ausdrücklich: Kein Geld – entweder Fleisch, Speck, Butter, Eier oder dergleichen. Naturalien hatten in dieser Zeit Vorrang vor den damals gültigen Milliarden- und Billionengeldscheinen. Dem MVS wurde ein Schriftstück geschickt, auf dem der Umfang der erforderlichen Naturalien beschrieben war. Bei der ersten Versammlung wurde dieses Schriftstück vorgelesen, und den Mitgliedern verschlug es fast den Atem. Woher nehmen?

Kurz entschlossen waren sich die Anwesenden einig: Man wollte ein Schwein einkaufen. Dieses wog ca. 1 Zentner. Es wurde gekauft, geschlachtet und in Kisten verpackt. Dann trat dieses geschlachtete Schwein per Frachtgut seinen wohl verdienten Transport nach Oldenburg an. Und nach einigen Tagen konnte der Musikverein sein Schlagzeug und seinen Bass abholen. Das hier ist das erste Beispiel dafür, welche finanziellen Probleme ein Blasmusikverein haben kann. Doch nicht nur in der Gründungszeit, auch in den Folgejahren wurden große persönliche und auch finanzielle Opfer von den Mitgliedern des MVS gefordert.

Zu dieser Zeit beriet der MVS auch darüber, wie man mit dem Einüben von Musikstücken verfahren solle. Man entschloss sich, Herrn Franz Kostka (Kapellmeister aus Cloppenburg) mit dem Einüben für zwei mal in der Woche zu verpflichten. Dafür kam er nach Schnelten – natürlich mit dem „Pingel Anton“. Das Honorar war pro Abend 1 Pfund Butter und je Person 2 Eier. Diese Schilderungen erscheinen heute lächerlich, aber 2 Eier waren ein hoher Preis – die Eier hätte jeder Musiker gerne selber gegessen.

Geübt wurde im ersten Monat bei Wenzel Wolken in der Küche, im zweiten Monat bei Albers-Meyer in der Küche und im dritten Monat bei Immeyerhoff, ebenfalls in der Küche. Großzügigerweise hatten sich alle bereit erklärt, dass im ersten Winter die Übungsabende dort im Hause stattfinden können.

Es hätte keiner gedacht, dass das Interesse so ausreichend war und die Übungsabende so streng genommen wurden, dass schon am dritten Weihnachtstag, einem Werktag, das erste Konzert stattfinden konnte. Dieses fand bei Einhaus in Schnelten statt. Dennoch ist der Begriff „Konzert“ für diese Veranstaltung wohl das falsche Wort. Man muss sich eine maximal 10 Mann starke Kapelle vorstellen, deren Musiker drei Monate zuvor das erste Mal ein Instrument in den Händen gehalten haben (in den meisten Fällen). Und Zuschauer kann es auch nicht viele gegeben haben, denn die Räumlichkeiten der Gastwirtschaft Einhaus waren in den 20er Jahren noch sehr begrenzt.

Der erste offizielle Auftritt der Kapelle war am Sonntag, den 19. Oktober 1924, bei der Enthüllung des Kriegerdenkmales in Lastrup, das  zur damaligen Zeit noch auf dem Platz zwischen Kramer und Knipper stand und später auf den alten Friedhof neben der katholischen Kirche verlegt wurde.

Die erste offizielle Erwähnung der Gruppe von Musikern aus Schnelten als Kapelle findet sich in der Ausgabe der Münsterländischen Tageszeitung vom 20. Oktober 1924. Dort heißt es:

Lastrup, 20.Oktober. Gestern Nachmittag fand hier die feierliche Weihe des zu Ehren der im Weltkriege 1914 – 18 gefallenen unvergesslichen Söhne der Gemeinde Lastrup errichteten Denkmals unter allgemeiner Teilnahme der Bürgerschaft und der Kriegervereine statt. Nach dem Empfange der Vereine bewegte sich der stattliche Zug, an welchem etwa 15 Vereine mit ihren Fahnen teilnahmen, unter den Klängen der Musik zum Denkmale.“

Daraufhin folgte die Begrüßungsansprache.

„Sodann spielte die Musik eine stimmungsvolle Trauerweise. Nachdem diese verklungen, sprach Heinrich Möller aus Lastrup“ einen „Prolog, der auf die Hörer einen tiefen Eindruck machte. Im Anschluss daran spielte die Musikkapelle einen ergreifenden Choral, dem“ ein „schilderungsreiches Gedicht und das Lied „Morgenrot, Morgenrot, leuchtet mir zum frühen Tod“ folgte.“ …

Anfang 1925 wurde Kostka von dem Berufsmusiker und Tanzlehrer Julius Brinkhus abgelöst. Dieser übte ca. zwei Jahre mit den Musikern aus Schnelten. Seit 1927 hatte der MVS keinen „Musiklehrer“ mehr. Zum neuen Dirigenten wurde das Vereinsmitglied Josef Lampe aus Schnelten bestimmt. Dieser leitete den Verein bis zum Jahre 1931. In dieser Zeit war der Musikverein eine kleine solide Gruppe. Auftritte gab es nur selten, denn Feste an sich hatten Seltenheitswert.

Schon acht Jahre nach der Gründung musste der MVS im Jahre 1931, nicht zuletzt durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, eine „Talsohle“ überwinden. Ein weiterer Grund war wohl der Verlust des Dirigenten Lampe, der aus privaten Gründen nach Sedelsberg verzogen war. Dennoch wurde schon im darauffolgenden Jahre 1932 eine Versammlung einberufen, auf der Clemens Albers aus Schnelten mit der Leitung des Musikvereines beauftragt wurde. Viele Jahre vertrat er die Interessen des Vereines. An diesem Abend wurde aber auch eine neue Satzung beschlossen und ein neuer Vorstand gewählt – diese Generalversammlung im Jahre 1932 war gewissermaßen eine Neugründung des Vereines, der mit anfangs 13 Musikern wieder in der Öffentlichkeit auftrat.

In diese Neugründung fiel auch die Idee, ein besonderes Fest zu feiern, über dessen Namen man sich nicht sofort einigen konnte. Lange beriet man darüber, ob die Veranstaltung den Namen „Frühlingsfest“ oder „Musikfest“ erhalten solle. Man einigte sich schließlich auf den Namen „Frühlingsfest“, das zum ersten Mal am 30. April 1933 gefeiert wurde. Auf den Namen kam man, da man sich auf die eigene Tradition besann. Vorfahren des hiesigen Gebietes feierten einst das Frühlingsfest zu Ehren der Göttin Ostara. Die Osterfeuer, die sich bis in unsere Tage erhalten haben, sind noch ein Überbleibsel davon. Der Musikverein wollte etwas Ähnliches tun, er wollte ein Frühlingsfest feiern, welches ein Sinnbild der wieder erwachenden Natur ist.

Bereits die Tauffeier des Frühlingsfestes war ein großer Erfolg. Ein überfülltes Zelt war der Anfang von über 50 Jahren traditionellem Frühlingsfest in Schnelten – das Frühlingsfest wurde zu einem festen Bestandteil im Jahr. Da es immer am letzten Wochenende im April gefeiert wurde, bildete es über viele Jahre den Beginn der Zeltfeste des hiesigen Raumes.

Die Bedeutung eines solchen Festes kann man mit ein paar Worten erklären: In den Jahren 1933 bis 1939 hatte der Musikverein Schnelten ein recht eintöniges Vereinsleben. Eigentlich bestand es fast nur aus den wöchentlichen Übungsabenden. Das Frühlingsfest war eine Bereicherung für alle. Feste, wie das Frühlingsfest, waren in der hiesigen Gegend Seltenheit. Das war vermutlich der Grund für die positive Resonanz auf das neue Fest. Ansonsten wissen wir nur, dass der Musikverein Schnelten eng mit dem Theaterverein Schnelten zusammengearbeitet haben muss. Diese Zusammenarbeit wurde zwar nach dem Krieg fortgesetzt, aber lange nicht so intensiv wie in den Vorkriegsjahren.

In den Kriegsjahren, von 1939 bis 1945, kam das Vereinsleben gänzlich zum Stillstand. Nach und nach wurden fast alle Vereinsmitglieder eingezogen – nicht alle kamen wieder heim. Aber ein Neubeginn war schwer für alle Beteiligten, denen im Anschluss an die grausame Zeit der Hitler-Diktatur und des Krieges eine Neugründung des MVS vorschwebte. Im Jahre 1945 zerstörten Besatzungstruppen die bei Josef Rohe in Lastrup (heute Aloys Lüken) gelagerte Trommel des MVS. Der Verein brauchte Jahre, um diese Trommel wieder in ihren alten Stand zu versetzen. Aber nicht nur die Trommel, auch sehr viele alte Instrumente waren nicht mehr, oder zumindest sehr beschädigt. Der Verein musste mit einer leeren Vereinskasse versuchen wieder Leben in das Vereinsleben zu bringen. Damals wurde es so gehandhabt, dass jeder Musiker, der ein Instrument benötigte, die Hälfte hinzubezahlen musste.

Im Sommer des Jahres 1946 trafen sich einige Vereinsmitglieder aus der Vorkriegszeit, Söhne von im Krieg gefallenen Vereinsmitgliedern und andere Musikinteressierte in der Werkstatt von Clemens Albers, um den MVS wieder zum Leben zu erwecken – die zweite Neugründung in der Vereinsgeschichte kündigte sich an. Man traf sich regelmäßig in der Werkstatt von Clemens Albers, bis zur Fastenzeit 1947. Doch dann bestanden Meinungsverschiedenheiten zwischen den Musikern, ob in der Fastenzeit geübt werden darf oder nicht. Die Fastenzeit war laut kirchlicher Tradition zu der Zeit noch ein Tabu für musikalische und vergnügte Übungsabende, geschweige denn Feste wie das Frühlingsfest, das auch immer erst nach Ende der Fastenzeit gefeiert wurde. Im Endeffekt sagte man Übungsabende während der Fastenzeit ab – doch mit Folgen: Fast ein Jahr lang traf sich die Gruppe, aus welcher der neue Musikverein Schnelten mal hervorgehen sollte, nicht mehr.

Erst im Sommer 1948 trafen sich zehn Schnelter, um endlich wieder Musik zu machen. Die Leitung des Vereines hatte wieder Clemens Albers inne, und das insgesamt 50 Jahre lang. Aus den anfangs 10 Neugründern wurden schnell 16 Musiker. Diese kamen größtenteils aus Schnelten, aber auch aus Cloppenburg – später noch 4 von ihnen aus Hemmelte. Dort gehörten sie dem Kirchenmusikverein an, und zwischendurch spielten sie in Schnelten mit. Mehr als 20 aktive Musiker hat der Verein erst seit kürzester Zeit. Man kann sagen, dass der Verein in den 50ern und 60ern oft nur 10 wirklich aktive Musiker hatte, die den Verein bei Auftritten vertraten.

Öffentliche Auftritte hatte der Musikverein vermutlich erst ab Anfang der fünfziger Jahre wieder. Höhepunkt war immer noch das 1950 wieder eingeführte Frühlingsfest in Schnelten, das der Verein bis 1989 aufrechterhielt.

Die Anzahl der Auftritte des MVS nahm, im Vergleich zur Vorkriegszeit, zu. Doch in all den Jahren verstand es der Verein immer wieder, zahlreiche Auftritte im Jahr zu absolvieren und gleichzeitig den Spaß am Leben und an der Musik nicht zu vergessen. Jährlich wiederkehrende Termine, wie die Schützenfeste in Lastrup und Matrum, die Aufführungen des Theatervereins aus Suhle, das jährliche Weihnachtsliederspielen, die Prozessionen in Lastrup, Hemmelte, Kneheim, Essen und Cloppenburg und die Konzerte im Festsaal bei Lüken in Lastrup, gehörten genauso zum Vereinsleben wie der lange gefeierte Familienabend (später Tannenbaumfeier), der Kameradschaftsabend, der Maigang oder der gemütliche Abend. Doch alle Auftritte und Veranstaltungen des MVS hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Ob Beerdigung, Erstkommunion, Einweihung, Geburtstag, Hochzeit, Prinzenwecken, Konzert – der Musikverein hat in seiner 80jährigen Geschichte unzählige Termine wahrgenommen. Entlohnungen in Form von Geld gab es dafür in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg oft nicht. Häufig wurde bei Ständchen ein Hut rumgegeben, und so kam dann Geld in die leere Vereinskasse.

Im Jahre 1965 stellte sich eines der ganz großen geschichtlichen Ereignisse des MVS ein. Zum ersten Mal fand das Kreismusikfest des Kreismusikverbandes Cloppenburg in Lastrup statt. Der MVS – einziger weltlicher Musikverein der Gemeinde Lastrup – bereitete dieses Fest vor. Über 20 Kapellen und Spielmannszüge marschierten durch den schönen Ort Lastrup und feierten gemeinsam einen der Musik gewidmeten Tag. Dieses Wochenende war für den Verein genauso wichtig, wie zum Beispiel die Besuche von Renate Kern (1978) und Tina York (1983) auf den Frühlingsfesten.

Als in den 70er Jahren die Dorfschulen der Gemeinde Lastrup zum Verkauf standen, war es der Musikverein, der dieses Vorhaben in Schnelten verhinderte. Einige Jahre lang pachtete der MVS das Gelände um die Schnelter Schule sowie das Gebäude selbst. In den 80er Jahren dann wurde aus verschiedenen Gründen aus der ehemaligen Dorfschule das heutige Dorfgemeinschaftshaus, in dem der MVS noch immer übt und sich trifft.

Die 1983 in den MVS eingetretene Hildegard Bruns aus Timmerlage war das erste weibliche Mitglied in der 80jährigen Vereinsgeschichte. Obendrein war sie die erste Frau, die am 02.12.1989 in den engeren Vorstand des MVS gewählt wurde.

Im Jahre 1983 wurde außerdem ein dreifaches Jubiläum gefeiert. Der Musikverein Schnelten wurde 60 Jahre alt und das Frühlingsfest wurde seit 50 Jahren gefeiert. Aber es gab noch einen Grund zum Feiern: Clemens Albers feierte sein 50-jähriges Dirigentenjubiläum.

Doch schon Anfang der achtziger Jahre dirigierte ein neuer Musiker die knapp über 20 Mitglieder starke Kapelle. Den Taktstock von Clemens Albers übernahm Alwin Sommer aus Lastrup. Schon 1977 wurde er vom Verein zum Übungsleiter ernannt. Er übernahm die Proben des Vereines und häufig auch das Dirigieren bei Auftritten. Das Amt des Dirigenten übernahm Alwin Sommer dann offiziell im Jahre 1986. Bis 1996, unter anderem auf einem großen Wunschkonzert am 20.01.1990, bot der Musikverein unter seiner Leitung einen breiten Querschnitt durch die Blasmusik. Auch auf dem Kreisfeuerwehrfest am 13.06.1992 in Lastrup und auf dem 100-jährigen Jubiläum des Schützenvereines aus Matrum am 18.07.1992 trug der Musikverein zur musikalischen Unterstützung der Feste bei.

Im Jahre 1996 gab Alwin Sommer den Dirigentenposten an Simone Willenborg aus Lastrup ab. Unter ihrer Leitung fanden zwei große Konzerte, darunter auch das 75-jährige Jubiläum im Jahre 1999, statt. Dieses 75-jährige Jubiläum im Jahre 1999 war ein großer Erfolg. Höhepunkt war der große Konzertabend im ausverkauften Festzelt an der Schnelter Schule. Der große Festmarsch mit mehr als einem Dutzend Vereinen setzte sich dann am Sonntag in Bewegung. Vom Möbelhaus Albers aus marschierten die Musiker Richtung Festzelt.

Im September 1999 kam dann der gänzliche Generationswechsel im MVS. Gewürdigt wurden die jahrzehntelange Arbeit und der Einsatz der ausscheidenden Vorstandsmitglieder Erwin Albers, Heinrich Albers und Josef Gerdes. Alle hätten sich viele Jahre für den MVS engagiert und sich stets für die Belange des Vereins eingesetzt. Nach über 40jähriger Tätigkeit als Vorsitzender des MVS wurde Erwin Albers durch seine Tochter Andrea Albers abgelöst, die seitdem mit dem gleichen Elan ihrer Vorfahren die Interessen des Vereines vertritt.

Im Jahr 1999 erhielt der Verein nicht nur eine neue Satzung und einen neuen Vorstand, sondern auch einen neuen Dirigenten. Seit August 1999 hat Dirk Zumdohme aus Suhle die musikalische Leitung des Vereines inne. Unter seiner Leitung fanden seit dem Jahr 2001 mehrere große Gala-Konzerte statt, die der MVS seit 1999 alle 2-3 Jahre organisiert.

Dem Dirigenten steht seit 2004 die neue 1. Vorsitzende Anne Grever zur Seite, die sich seit ihrer Wahl unermüdlich für den MVS einsetzt und zusammen mit ihrem Vorstand den Verein weiterbringt.

Am 12.10.2010 fand im Dorfgemeinschaftshaus Schnelten eine außerordentliche Mitgliederversammlung / Gründungsversammlung statt. Diese Gründungsversammlung ebnete den Weg für eine Eintragung in das Vereinsregister.

Der Musikverein Schnelten hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Musik zu pflegen, insbesondere auch die Jugend für die Musik zu begeistern und unter den Mitgliedern den gemeinschaftlichen Umgang sowie in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen das Gemeinschaftsleben zu fördern. Die seit ungefähr 1977 durch unter anderem Alwin Sommer vorangetriebene Jugendarbeit trägt Früchte. Steigende Mitgliederzahlen und Spaß an der Musik geben dem Verein Halt.

Wie unschwer zu erkennen ist: Der Musikverein Schnelten hat sich in seiner fast 90-jährigen Geschichte sehr gewandelt. Es gab den „alten“ Musikverein von 1923 bis 1932, es gab den zweiten „alten“ Musikverein von 1932 bis 1939, und es gibt den neuen Musikverein, der seit 1948 existiert. Bis in die 70er und 80er Jahre war der Musikverein Schnelten eine kleine Gruppe von Kameraden bei der Geselligkeit groß geschrieben wurde. Man war ein eingeschworenes „Team“, das teilweise 30 Jahre zusammen musizierte und feierte. Als im Laufe der 80er Jahre die Alteingesessenen das Musizieren nach und nach aufgaben, rückten neue, junge Musiker nach. Auch Frauen sind seit Mitte der 80er Jahre im Verein zu finden. Mittlerweile bilden sie die Hälfte der Vereinsmitglieder. Viele der in den 80er und 90er Jahren in den Verein eingetreten Musiker bilden heute eine der Grundlagen des Vereins.

Im Juli 2011 ist der MVS beim Amtsgericht Oldenburg als eingetragener Verein registriert worden. Der MVS trägt ab sofort den Namen “Musikverein Schnelten e.V.”. Gleichzeitig hat der MVS vom Finanzamt die Anerkennung als gemeinnütziger Verein beantragt. Damit ist der MVS gerüstet für weitere spannende Aufgaben und vor allem für das Kreismusikfest 2013 in Lastrup.

Im Mai 2013 feiert der Musikverein Schnelten sein 90-jähriges Vereinsjubiläum mit einem Gala-Konzert vor 1.000 Zuhöhern. Gleichzeitig bildet das Konzert den Auftakt für die Jubiläumsveranstaltungen, dessen Höhepunkt das Kreismusikfest in Lastrup ist. Der MVS ist damit zum zweiten Mal in seiner Geschichte Ausrichter dieses Festes.

Ein junger Vorstand, ein junger Verein, etliche langjährige Mitglieder und einige wenige Mitglieder, die teilweise schon 60 Jahre dem MVS angehören – das ist der Musikverein Schnelten heute. Der Musikverein Schnelten freut sich auf viele weitere spannende Jahre.